Sonntag, 14. Februar 2010

Mann kann gesunde Kinder nicht krank tragen

Weitverbreitete Vorurteile wie Tragen sei schädlich für die Wirbelsäule, sind nicht mehr haltbar. "Mann kann gesunde Kinder nicht krank tragen", sagt der Kinderarzt Prof. Remo Largo ("Babyjahre", Piper-Verlag 2006) und verweist auf entsprechende Studien. Naturvölker, die ihre Kinder ausschließlich tragen beklagen weit weniger Rückenprobleme. Sogar bei einer Hüftdysplasie (Fehlentwicklung der Hüfte) kann sich das Tragetuch zur Vorbeugung und Therapie eignen. Außerdem, so zeigte eine Studie des Kinderspitals Zürich, schrien Babys die getragen werden, deutlich weniger.

Babys wollen getragen werden

Menschenbabys sind "Traglinge". Mit dem Tragen wird das Urbedürfnis des Kindes nach Nähe und Geborgenheit befriedigt und die seelische und körperliche Entwicklung gefördert. Babys wollen gewiegt, geschaukelt, berührt und getragen werden. Die Wärme und die leichte Bewegung beim Tragen erleichtern Koliken, der Gleichgewichtssinn wird geschärft, der Stoffwechsel angeregt.

Zwei Drittel der Weltbevölkerung tragen ihre Kinder.